Café Río Lejos

Café Río Lejos

Kolumbianischer Hochlandkaffee ist berühmt für seinen milden Charakter und seinen fruchtigen Geschmack. Mit einer Anbauhöhe von 1750-1950 m liegen wir am „high end“ des möglichen Anbaus. Unsere Kaffeebäume gedeihen auf fruchtbaren Vulkanböden im Schatten von Bananen, Kochbananen, Wild- und Obstbäumen. Wir düngen sie organisch. Stickstoffbindende Schattenpflanzen wie die Guamo-Bäume liefern zusätzliche Nährstoffe. Schatten verlangsamt den Reifeprozess der Kaffeebohnen, was ihre Qualität verbessert und die Ausbreitung von Krankheiten wie Roya verhindert, welche mit chemischen Mitteln behandelt werden müssten. Andere Schädlinge hält das oft raue Klima fern. Obwohl wir in unmittelbarer Nähe des Äquators leben, empfinden wir das Klima, auch wegen der umliegenden hohen Berge, als einen lang andauernden Hochsommer in den Alpen.

Unseren Café Río Lejos bearbeiten wir sorgfältig und umweltschonend. Er trägt den Namen des „Fernen Fluss“, dessen Lauf unmittelbar an unsere Farm grenzt. Wir ernten nur die reifen Früchte der Kaffeebäume und verarbeiten sie in zwei unterschiedlichen Prozessen weiter, einerseits als “halb-gewaschenen” Café Semi-Lavado, andererseits in ganzer Frucht getrocknet als Café Natural.

Rio Lejos Etiqueta

Café Semi-Lavado

Den Café Semi-Lavado lassen wir 2-5 Tage anaerob, das heißt ohne Sauerstoffzufuhr, fermentieren, bevor wir ihn schälen und nur kurz waschen. Wenn es die geerntete Menge und das Wetter zulassen, trocknen die Kaffeebohnen auf dem Sonnendach. Regnet es zu viel, trocknen wir die Bohnen im Silo bei rund 40° C vor bevor wir sie auf dem Trockendach verteilen.

Der getrocknete Pergamino-Kaffee verfügt über eine weiße Schale, die in einer Mühle (Trilladora) entfernt wird. Die daraus gewonnenen „grünen“ Almendra-Bohnen werden maschinell, oder bei besonders edlem Kaffee wie dem Café Natural auch manuell, sortiert, um defekte Bohnen zu entfernen. Erst dann geht es in die Rösterei, wo der Kaffee seine bekannte braune Farbe und die charakteristische Form der Röstbohne erhält.

Wir bieten Café Semi-Lavado in drei Varianten an

  • Catimore ist eine Kaffeesorte, die durch ihren Robusta-Anteil etwas bitter schmeckt und einen höheren Anteil an Koffein enthält als unsere anderen, reinen Arabica-Bohnen. Diesen Kaffee rösten wir deshalb stärker zu unserem Espresso forte.

  • Unser mild gerösteter Arabica besteht aus der Arabica-Varietät Castillo mit geringeren Anteilen an Caturro, Colombia und Typica. Diese fruchtig-süßen Bohnen haben einen geringeren Koffeinanteil, was den Kaffee besonders bekömmlich macht. Wir rösten ihn mild, um seine Geschmacksnoten von Zitrusfrüchten, Karamell und Schokolade hervorzuheben.

Café Natural

Unsere besten Kaffeebohnen verarbeiten wir als Café Natural weiter. Hierbei werden die von Hand vorsortierten reifen Bohnen mit Schale und Fruchtfleisch getrocknet. Es dauert Wochen oder Monate bis die Bohnen im Innern ausreichend trocken für ihre Weiterverarbeitung geworden sind. In dieser Zeit nehmen sie den süßen Geschmack des Fruchtfleischs („miel“, Honig) an, ein deutlich zeitaufwändigerer Prozess als bei unserem Café Semi-Lavado. Auch der Café Natural wird zunächst in der Trilladora geschält und nochmals sorgfältig sortiert bevor er geröstet wird.

  • Wir bieten Café Natural mild geröstet in einem Blend aus den Früchten der  Arabica-Varietäten Castillo und Colombia an. Er ist fruchtig und besonders geschmackvoll.

Unseren Röstkaffee