Café Río Lejos

Kolumbianischer Hochlandkaffee ist berühmt für seinen milden Charakter und seinen fruchtigen Geschmack. Mit einer Anbauhöhe von 1750-1950 m liegen wir am „high end“ des möglichen Anbaus. Unsere Kaffeebäume gedeihen auf fruchtbaren Vulkanböden im Schatten von Bananen, Kochbananen, Wild- und Obstbäumen. Wir düngen sie organisch. Stickstoffbindende Schattenpflanzen wie die Guamo-Bäume liefern zusätzliche Nährstoffe. Schatten verlangsamt den Reifeprozess der Kaffeebohnen, was ihre Qualität verbessert und die Ausbreitung von Krankheiten wie Roya verhindert. Andere Schädlinge hält das oft raue Klima fern. Obwohl wir in unmittelbarer Nähe des Äquators leben, empfinden wir das Klima, auch wegen der umliegenden hohen Berge, als einen lang andauernden Hochsommer in den Alpen.

Unseren Café Río Lejos bearbeiten wir sorgfältig und umweltschonend. Er trägt den Namen des „Fernen Fluss“, dessen Lauf unmittelbar an unsere Farm grenzt. Wir ernten nur die reifen Früchte der Kaffeebäume und verarbeiten sie in zwei unterschiedlichen Prozessen weiter, einerseits als “halb-gewaschenen” Café Semi-Lavado, andererseits in ganzer Frucht getrocknet als Café Natural.

Rio Lejos Etiqueta

Café Semi-Lavado


Den Café Semi-Lavado lassen wir 6-7 Tage anaerob, das heißt ohne Sauerstoffzufuhr, fermentieren, bevor wir ihn schälen und nur kurz waschen. Wenn es die geerntete Menge und das Wetter zulassen, trocknen die Kaffeebohnen auf dem Sonnendach. Regnet es zu viel, trocknen wir die Bohnen im Silo bei rund 40° C vor bevor wir sie auf dem Trockendach verteilen.

Der getrocknete Pergamino-Kaffee verfügt über eine weiße Schale, die in einer Mühle (Trilladora) entfernt wird. Die daraus gewonnenen „grünen“ Almendra-Bohnen werden maschinell, oder bei besonders edlem Kaffee wie dem Café Natural auch manuell, sortiert, um defekte Bohnen zu entfernen. Erst dann geht es in die Rösterei, wo der Kaffee seine bekannte braune Farbe und die charakteristische Form der Röstbohne erhält.

Wir bieten Café Semi-Lavado in drei Varianten an

  • Catimore ist eine Kaffeesorte, die durch ihren Robusta-Anteil etwas herber schmeckt und einen höheren Anteil an Koffein enthält als unsere anderen, reinen Arabica-Bohnen. Diesen Kaffee rösten wir deshalb zu unserem Espresso forte.

  • Espresso Blend stellen wir aus einer Mischung zu 30 % aus dem koffeinstärkeren Catimore und zu 70% aus den milderen Arabica-Bohnen her.
  • Unser Arabica mild besteht aus der Arabica-Varietät Castillo mit geringeren Anteilen an Caturro, Colombia und Typica. Diese fruchtig-süßen Bohnen haben einen geringeren Koffeinanteil, was den Kaffee besonders bekömmlich macht. Wir rösten ihn mild, um seine Geschmacksnoten von Zitrusfrüchten, Karamell, Kirsche und Schokolade hervorzuheben.

Café Natural

Unsere besten Kaffeebohnen verarbeiten wir als Café Natural weiter. Hierbei werden die vorsortierten reifen Bohnen zunächst 6-7 Tage anaerob fermentiert, dann mit Schale und Fruchtfleisch auf dem Sonnendach getrocknet. Es dauert Wochen, manchmal Monate bis die Bohnen im Innern ausreichend trocken für ihre Weiterverarbeitung geworden sind. In dieser Zeit nehmen sie den süßen Geschmack des Fruchtfleischs („miel“, Honig) an. Vor dem Rösten werden die Bohnen nochmals von Hand sortiert, um nur die besten Bohnen zu erhalten. Alles in allem durchläuft der Café Natural einen deutlich zeitaufwändigeren Prozess als unsere Cafés Semi-Lavado.

Unseren Röstkaffee


finden Sie hier

Blick auf die Farm, im Hintergrund Pijao
Blick auf die Farm, im Hintergrund Pijao
Kaffeeblüten
Kaffeeblüten
Reife rote Kaffeekirschen
Reife rote Kaffeekirschen
Gelbe Kaffeekirschen
Gelbe Kaffeekirschen
Die Ernte eines Tages
Die Ernte eines Tages
Eine Freude, den eigenen Kaffee frisch zu genießen
Eine Freude, den eigenen Kaffee frisch zu genießen

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