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Unsere Projekte

Agroforstwirtschaft & Biodiversität

Agroforstwirtschaft – Kaffeeanbau als Teil eines Naturreservats

Auf rund fünf Hektar der Finca la Esmeralda bauen wir unsere biologischen Spezialitätenkaffees in Agroforstwirtschaft an. Die Kaffeebäume schätzen den leichten Schatten des Guamo Santafereño, einer Baumart, die viele Vorteile für den ökologischen Landbau bietet.

Agroforstwirtschaft unter stickstoffbindenden Schattenbäumen ermöglicht einen Anbau ohne Pestizide und chemische Düngemittel. Ökologische Korridore und Urwaldreste bilden ein Netz um die Kaffeeplantagen, schaffen fließende Übergänge zwischen landwirtschaftlich genutzter Fläche und Wald und ermöglichen Wildtieren freie Bewegung. Dadurch wird der Kaffeeanbau zum integralen Bestandteil eines intakten Ökosystems und eines Naturschutzgebietes.

Vorteile der Agroforstwirtschaft

Agroforstwirtschaft, also Landwirtschaft im Schatten von Bäumen, verbessert die Bodenqualität, das Wassermanagement und die Widerstandsfähigkeit der Nutzpflanzen gegen Schädlinge und Krankheiten. Bäume fördern die Artenvielfalt, locken Bestäuber und Vögel an und bilden eine Symbiose mit Pilzen und anderen Mikroorganismen, die Nährstoffe im Boden für die Kaffeepflanzen verfügbar machen. Ihr Blätterdach schützt vor zu starker Sonneneinstrahlung, Austrocknung der Böden und der Wucht von Starkregen. Ihre Wurzeln speichern große Mengen Wasser im Untergrund, halten den Boden auch in Trockenperioden feucht und kühl und verhindern Erosion.

Agroforstwirtschaft ist daher ein natürlicher Weg, den Auswirkungen des Klimawandels zu begegnen, da sie Anbauflächen und Böden vor Dürreperioden und Überschwemmungen schützt, die in den letzten Jahren deutlich zugenommen haben. Kaffee, der im Schatten von Bäumen wächst, dient zudem als Kohlenstoffsenke und trägt durch die Aufnahme großer Mengen CO₂ zum Klimaschutz bei. Kaffee eignet sich hervorragend für den Anbau im Schatten, da die Reifung der Kaffeekirschen verlangsamt wird, was zu dichteren Bohnen und komplexeren Aromen führt. Zwar können die Erträge im Vergleich zu sonnenbeschienenen Monokulturen mit chemischer Düngung und Pestiziden geringer ausfallen, doch schützt der Anbau im Schatten Böden, Wasser und die Biodiversität. Dieser Ansatz priorisiert Qualität, Widerstandsfähigkeit und langfristiges ökologisches Gleichgewicht gegenüber maximaler kurzfristiger Produktivität.

Guamo Santafereño – der Wunderbaum im Kaffeeanbau

Kaffeebäume bevorzugen den leichten Schatten des schnellwachsenden Guamo Santafereño (Inga edulis), einer Art, die viele Vorteile für den ökologischen Landbau bietet. Seit wir auf der Finca la Esmeralda insgesamt sechshundert zusätzliche Guamobäume gepflanzt haben, steigerten sich Ertrag und Qualität des Kaffees deutlich.

  • Der Guamo Santafereño schützt den Kaffee auf perfekte Weise, da sein lichtes Blätterdach die direkte Sonneneinstrahlung verringert und trotzdem genügend Licht für eine gute Reifung und einen hohen Ertrag passieren lässt.
  • Mit seinen tiefreichenden Wurzeln fördert der Guamo Nährstoffe aus dem fruchtbaren Vulkanboden.
  • Als Leguminose beherbergt der Guamo-Baum in seinen Wurzeln stickstoffbindende Bakterien, die elementaren Luftstickstoff in organische Moleküle umwandeln können. Diese Moleküle nutzt der Baum für sein Wachstum, die Blattentwicklung und die Photosynthese. Holz und Laub der Guamos weisen einen hohen Gehalt an organischenm Stickstoff auf.
  • Mit seinem reichlichen Abwurf an Laub und Ästen produziert der schnell wachsende Guamo Santafereño, mehr als andere Arten der Guamo-Familie, einen nährstoffreichen Humus, der den Kaffee auf natürliche Weise mit Stickstoff und organischem Material versorgt, ohne dass andere Produkte hinzugefügt werden müssen.
  • Humus absorbiert viel Wasser, verzögert das Abfließen von Regenwasser und hält den Boden feucht und kühl.
  • Der Guamo fördert die Artenvielfalt im Kaffeeanbau, da seine Blüten und Früchte zahlreiche Vögel und Bienen anlocken, die wiederum den Kaffee bestäuben.

Ein rundum ökologischer Café Río Lejos

Unser Kaffee wächst im Einklang mit der Natur. Wir verzichten auf Agrochemikalien und fördern stattdessen natürliche Prozesse wie die Bindung von Luftstickstoff durch Leguminosen. Wir lassen ‘unproduktive’ abgestorbene Bäume stehen, da sie eine wichtige Rolle in biologischen Kreisläufen spielen; beispielsweise leben viele einheimische Bienenarten in Totholz.

Auf unserer pestizidfreien Plantage fühlen sich zahlreiche Tiere wohl. Sie finden Unterschlupf im Gebüsch, Aussichtspunkte in hohen Bäumen, Nahrung in den Früchten, Verbindungswege zum nächsten Wald und Ruheplätze auf allen Ebenen.

Die rund fünf Hektar Kaffeepflanzung liegen wie Inseln in einem Netzwerk aus Urwäldern, Wasserläufen und Renaturierungsgebieten und bilden einen integralen Bestandteil eines vielfältigen und artenreichen Ökosystems.

Von der Ernte bis zur Auslieferung achten wir auf einen möglichst geringen ökologischen Fußabdruck. Die Ernte erfolgt manuell und schonend für die Pflanzen. Unsere anaerobe Fermentierung spart Wasser, und die Trocknung findet mit reiner Sonnenenergie auf dem Dach und in einem Glashaus statt. Wir rösten und verpacken unseren Kaffee in Kolumbien, wodurch wir Umverpackungen und durch das geringere Gewicht des gerösteten Kaffees etwas Transportgewicht einsparen.

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Agroforstwirtschaft & Biodiversität

In Agroforstwirtschaft angebauter Kaffee stärkt die Ökosysteme und verbessert die Kaffeequalität.

Ökologische Restauration

Waldregeneration durch natürliche Verjüngung, ökologische Restauration und langfristige Pflege.

Baumschule für einheimische Bäume

Vermehrung einheimischer Spezies zur Wiederherstellung von Wald auf der Farm und in der Region.

Registrierung als Naturreservat

Die enorme Artenvielfalt und die Vernetzung von Waldfragmenten, Wasserläufen und verschiedenen Klimazonen machen Finca la Esmeralda ökologisch besonders wertvoll.

Kaffeeernte

Gemeinschaft durch Direktvertrieb

Durch den Direktvertrieb unseres Kaffees leisten Sie einen großen Beitrag zu unserem Projekt aus Kaffeeanbau, Naturschutz und ökologischer Restaurierung.

Erweiterung unserer Erfahrung

Die Erfolge mit Agroforstwirtschaft, Qualitätsverbesserung, ökologischer Restauration und Erweiterung der Biodiversität ermutigen uns, diese Erfahrungen weiterzugeben und neue Projekte anzugehen.

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