Umwandlung der Farm in ein Naturreservat
Finca la Esmeralda liegt an zwei Flüssen inmitten einer abwechslungsreichen Gebirgslandschaft, die verschiedene Ökosysteme miteinander verbindet. Daher beherbergt sie eine enorme Vielfalt an Pflanzen und Tieren. In den natürlichen Waldbeständen haben wir über 130 Baumarten erfasst, darunter viele endemische und gefährdete Arten. Mehr als 80 Vogelarten haben wir bereits identifiziert. Wir möchten diese enorme Biodiversität schützen und erweitern und sie durch unsere Baumschule auch anderen Fincas und Wiederaufforstungsprojekten zugänglich machen.
Wir fördern die Renaturierung einer einzigartigen Naturlandschaft, indem wir bestehende Waldinseln vergrößern und die beiden Dschungelgebiete unserer Farm durch ökologische Korridore mit benachbarten Waldinseln verbinden. Wir experimentieren mit Methoden zur ökologischen Sanierung von Böden, die durch Rinderbeweidung geschädigt und von aggressiven, invasiven Gräsern und Farnen überwuchert waren.
Auf den ehemaligen Rinderweiden pflanzen wir eine große Vielfalt einheimischer Baumarten. Statt kahlem Gras und Weideflächen für Nutztiere wandert man nun durch einen lichten Jungwald, in dem bunte Vögel, Schmetterlinge und andere Tiere umherschwirren. So schützen und fördern wir die Artenvielfalt in einer ökologisch besonders wertvollen, aber auch sensiblen Region. Das kolumbianische Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung hat diesen Beitrag gewürdigt und unsere Farm Ende 2022 als “Naturschutzgebiet der Zivilgesellschaft” anerkannt.



Erfahrungen mit ökologischer Restaurierung
Guamos, Arbolocos, Yarumos und Nigüitos sind Pionierpflanzen, die ausgelaugte Böden wieder fruchtbar machen können. Weitere wichtige Pflanzen für die Renaturierung sind Vainillo-, Carbonero- und Chachafruto-Bäume. Sie tragen zur Humusbildung und natürlichen Düngung bei, indem Bakterien in ihren Wurzeln Stickstoff aus der Luft binden und über herabfallende Blätter und Zweige weitergeben. Die Bodensanierung durch Anreicherung organischer Substanz verbessert die Aktivität von Mikroorganismen und fördert die Waldregeneration und den Kaffeeanbau unter Schattenbäumen.
Mit fortschreitender Bewaldung verbessert sich die Kapazität des Bodens, Wasser zu speichern. Erosion nimmt ab und das Mikroklima erholt sich. Gefährdete Baumarten wie der Anden-Walnussbaum (Cedro Negro), die Anden-Eiche (Roble) und die Wachspalme sowie verschiedene Kautschuk- und Lorbeerarten bilden nun einen jungen, neuen Wald. Wir finden ihre Samen und Setzlinge in unserem Wald oder erhalten sie von befreundeten Farmen, Naturschutzgebieten und anderen Baumschulen.
Jeder Kauf von Café Río Lejos trägt zu dieser langfristigen Arbeit bei. Der Kaffeeanbau hilft, Wiederaufforstungsmaßnahmen, die Überwachung und den Schutz von sich regenerierenden Waldgebieten zu finanzieren.





