Finca La Esmeralda

Gegend

Die Farm La Esmeralda liegt in den Bergen von Quindio, Kolumbien, und gehört zur Kleinstadt Pijao, die sich als erster Ort Lateinamerikas der “Slow City”-Bewegung angeschlossen hat (www.cittaslow.org). Dieses Netzwerk von Kleinstädten fördert eine hohe Lebensqualität nach ökologischen und sozialen Gesichtspunkten. Die Provinz Quindio gehört ferner zum kolumbianischen “Kaffee-Dreieck”, das wegen seiner einzigartigen Kaffee-Kultur von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden ist.

Naturnaher Anbau

Wir bauen unseren Kaffee naturnah an und bieten dadurch wilden Tieren und Pflanzen Lebensraum. Guamos sind die traditionellen Schattenbäume des kolumbianischen Hochlandkaffees. Sie fixieren Stickstoff aus der Luft und düngen damit den Kaffee. Sie bieten außerdem Nahrung und Lebensraum für viele Tiere. Abgestorbene Bäume bleiben bei uns stehen, da sie von Pflanzen, Insekten und Vögeln bewohnt werden. Auch Platanen- und Bananenstauden beschatten die Kaffeebäume und liefern mit ihren Früchten uns und Wildtieren Nahrung.

Wir lassen unsere Kaffee-Bäume möglichst alt werden. Dadurch lässt zwar die Produktion tendenziell nach und die Kaffeebohnen werden kleiner, aber dafür verbessert sich ihr Aroma und ihr Geschmack. Die Bäume erreichen tiefere Bodenschichten und holen sich im vulkanischen Urgestein ihre Nährstoffe. Dadurch schützen wir die natürliche Humusschicht, die durch häufiges Entfernen und Neupflanzen verletzt wird, und beugen der Erosion vor.

Seit wir die Farm im Herbst 2016 übernommen haben – seinerzeit wurde ein Teil der Fläche noch für Rinderzucht genutzt – pflanzen wir native Bäume und gewähren der Natur Freiraum. Wir schaffen neue Waldinseln und Korridore mit nativen Bäumen, die bestehende Urwaldstücke vergrößern und miteinander verbinden, um dadurch Tieren Brücken zwischen diesen zu bieten.